Gemüsebau

Gemüsebau am Dollingerhof

Wir bauen auf 5ha Freiland und 2 x 250qm Folienkalthaus ganzjährig Gemüse und Salate an. Der sandige Lehm enthält viele Mineralien und durch die Düngung mit Rindermist schmeckt unser Gemüse besonders gut.

Fruchtfolge

Im Gemüsebau haben wir eine 6-teilige Fruchtfolge. Das bedeutet, wir unterteilen den Gemüseacker in 6 Teilstücke. Auf 5 Teilstücken werden bestimmte Gemüsearten angebaut die jeweils ähnliche Bedürfnisse haben. Jedes Jahr wandert ein Gemüsestand ein Feld weiter, so dass der Boden nicht einseitig belastet wird. Ein Teilstück wird mit Luzernengras besät und das bleibt 2 Jahre so. Das ist wie eine Erholungskur für den Boden. Luzernengras bindet den wichtigen Stickstoff, baut Bodenfruchtbarkeit auf und durchlüftet den Boden mit seinen langen Wurzeln, das wiederum behebt Verdichtungen und Verschlemmungen.

Dammkultur

Die meisten Gemüsekulturen wachsen bei uns auf Dämmen. Die Dämme halten die Feuchte länger, das ist besonders gut für Wurzelgemüse. Und die Dämme erwärmen sich im Frühjahr rascher auf unseren z.T. schweren Böden, was ein Vorteil ist.

Exkurs

Der Humusgehalt steigt durch dieses Anbausystem. Dadurch wird auch Kohlendioxid gebunden, ein positiver Beitrag zum Klimaschutz. Immerhin sind 1% Humusaufbau in 20 Jahren aufs Jahr gerechnet ca. 2,5 t C je Hektar bzw. ca. 5 t CO2, die gebunden wurden. Im Betrieb mit seinen rund 50 ha entspricht das umgerechnet knapp 250 Tonnen CO2 pro Jahr, 5000 t CO2 insgesamt über die Zeit. Das ist nur der Humusaufbau, die ökologische Wirtschaftsweise ist je Hektar zusätzlich noch doppelt so energieeffizient wie konventioneller Landbau, stößt also auch weniger CO2 aus. Im Vergleich: ein Jahr lang ein Einfamilienhaus mit Gas heizen, macht ca. 5 t CO2 aus.

Blühstreifen, Insekten und Nützlinge

Von den 5ha Gemüseanbau ist ein ha mit Kleegras eingesät und 0,5 ha mit Blühstreifen, v.a. zweijährige Kräuter, einjährige Blumen und Ackerkräuter. Diese finden sich zusammen mit Kräutern auch als essbare Blüten im Ernteanteil wieder. Das Herrichten der Kräuter-Blumenbünde ist eine echte Freude. Und der Gedanke an leuchtende Augen in den Depots ebenso. Das beständige Abschneiden der Blumen fördert das Nachwachsen neuer Blüten. Durch versetztes Säen erweitern wir das Angebot bis in den späten Herbst hinein. Das ganze Jahr über danken es uns vor allem die Bienen und Schmetterlinge. An den Rändern der Felder, die Wege und Hecken wird nur einmal gemäht, so dass auch kleine Insekten dort genug Futter finden.